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Etikette und Manieren

Richtiges Verhalten im Job und in der Öffentlichkeit: wie Sie in allen Lebenslagen Stil beweisen.

Seit mehr als zwei Jahren verspüren wir eine verstärkte Sehnsucht nach guten Manieren. Ein Mensch mit gutem Benehmen ist schlichtweg sympathischer als jemand mit unsicherem Auftreten oder schlech­ten Manieren. Auch beruflich sind gute Manieren unerlässlich. Wenn man sich in der Gesellschaft „parkettsicher" bewegt, ist der Kopf frei für gute Gespräche und das Knüpfen von Geschäftskontakten.

Die Faustregel für Konversation lautet: 70 Prozent zuhören, 30 Prozent selbst reden. Leider stellt der Gastgeber seine Gäste selten vor. Wie viel einfacher lässt sich doch eine Konversation führen, wenn ich bei der Vorstel­lung ein paar Angaben zur Person mache, um den Parteien den Gesprächseinstieg zu vereinfachen!

Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge war ein deutscher Schriftsteller und Aufklärer. Bekannt wurde er vor allem durch seine Schrift Über den Umgang mit Menschen.

Sein Name steht heute für Benimmratgeber, die mit Knigges eher soziologisch ausgerichtetem Werk allerdings nichts gemeinsam haben. 1788 erschien die erste Ausgabe seines wohl bekanntesten Werkes Über den Umgang mit Menschen (heute einfach kurz als Knigge bekannt).

Knigge beabsichtigte damit eine Aufklärungsschrift für Taktgefühl und Höflichkeit im Umgang mit den Generationen, Berufen, Charakteren, die einem auch Enttäuschungen ersparen sollte. Heute sind sich Benimm-Experten einig, dass Höflichkeit, Rücksichtnahme und Persönlichkeit die Zauberworte für gute Umgangsformen sind.

Um im Berufsleben zu punkten, sollte man sich auf jedem Parkett sicher bewegen, mit unvorhersehbaren Situationen und allen Gesellschaftskreisen zurechtkommen. Erst wer die Etikette genau kennt, kann damit jonglieren, ohne ins Fettnäpfchen zu tappen. Wer seinem Gesprächspartner das Wort abschneidet, sich bei Tisch schlecht benimmt oder unpassend gekleidet ist, hat es jedoch auf dem Weg nach oben schwer.

Denn egal, ob Treffen mit dem Chef, Kunden oder Kollegen - nach wie vor ist es der erste Eindruck, der zählt und sich im Nachhinein kaum revidieren lässt. Innerhalb von drei Sekunden entscheidet sich, ob andere mit Sympathie oder Antipathie reagieren.


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