Nicht immer gilt „Ladys“ first
Im Business setzen sich nach und nach neue, pragmatische und vor allem geschlechtsneutrale Umgangsformen durch. Die alte Regel, die Dame entscheide über den Handschlag, ist fast passé. Heut gilt häufig: Wer den anderen sieht, grüßt zuerst. Im Zweifelsfall entscheiden die Rangverhältnisse, und wenn die unklar sind, das Alter. Immer gilt: Ein Gastgeber - ganz gleich ob Mann oder Frau - reicht den Gästen die Hand.
Auch das Procedere des Vorstellens sollte heute geschlechtsneutral ablaufen. Grundsätzlich erfährt die wichtigere Person zuerst, um wen es sich handelt: Und das ist nicht mehr die Dame, sondern der oder die Vorgesetzte, der Kunde oder die Kundin, der oder die Eingeladene.
Die Geschlechtsneutralität gilt heute auch für das Aufhalten von Türen. Grundsätzlich öffnet die Person die Tür, die einer anderen Wertschätzung signalisieren will. So wird eine Bankerin ihrem Kunden die Tür zum Besprechungsraum öffnen, für ihn aufhalten, hinter ihm schließen.
Dass eine Frau einem Mann in den Mantel hilft, ist auch heute noch ungewöhnlich. Umgekehrt ist es noch immer ein schöner Brauch, den keine Frau ablehnen muss, wenn sie als Geschäftspartnerin ernst genommen werden will. Allerdings steht es jedem Manager frei, ob er den Manteldiener markieren möchte oder eben nicht.




