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die Kunst, sich nicht zu blamieren...

Höflicher Umgang miteinander ist mehr als wichtig. Übertrieben und leicht lächerlich wirkt es allerdings, wenn der Herr der Dame einen feinen Handkuss andeutet und sich wie ein Gentleman aus dem 18. Jahrhundert vor ihr verbeugt. Der goldene Mittelweg sollte gefunden werden.

Die Dame ist im privaten Bereich diejenige, die entscheidet, wem sie die Hand schüttelt und sie darf beim „Shakehands“ sitzen bleiben. Im beruflichen Umfeld ist es jedoch Sitte und Brauch, dass der Ranghöhere entscheidet, wem er die Hand reicht – die Dame sollte sich dabei von ihrem Sitz erheben.

Pünktlichkeit ist eine Zier! Unpünktlichkeit ist extrem unhöflich. Sich dafür nicht zu entschuldigen, ist eine Todsünde! Am neuen Arbeitsplatz ist es nicht an dem Neuling, das „Du“ anzubieten oder vorzuschlagen oder den Mitarbeitern die Hand zu reichen. Man muss abwarten, bis der Ranghöhere oder auch der Rest der Kollegen auf den Neuen zugehen und die Hand ausstreckt.

Das Anklopfen vor Betreten eines anderen Arbeitszimmers – auch des Sekretariats, sofern es sich um kein Großraumbüro handelt - ist ein Muss. Ausnahme: Der sich in dem Raum befindliche Mitarbeiter wünscht ausdrücklich, dass man nicht klopft. Korrekt kleiden und nicht zu leger. Es wird erwartet, den Kleidungsstil der Kollegen bzw. Kolleginnen zu beachten und sich anzupassen. Grüßen sollte immer derjenige, der den anderen zuerst sieht. Beim Betreten eines Raumes sollte derjenige grüßen, der eintritt.

In gesellschaftlichem Umfeld gilt erst einmal: Ladys first! Bei größeren Gruppen mit Personen verschiedenen Geschlechts kann man beim Begrüßen allerdings der Reihe nach gehen. Außer es handelt sich bei der Gruppe um sieben Herren und eine Dame – hier beginnt man mit dem weiblichen Geschlecht. Im Büro sollte man den Chef vor der Sekretärin grüßen. Begegnet man den beiden allerdings in der Oper, so läuft es umgekehrt: Zuerst sie, dann er. Das Wort „Fräulein“ ist übrigens im deutschsprachigen Raum nicht mehr zeitgemäß.


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