Wie war doch noch mal Ihr Name?
Peinlich kann es auch werden, wenn man zum Beispiel an einer neuen Arbeitsstelle ständig die Namen seiner Kollegen vergisst. Was an und für sich nichts Ungewöhnliches ist: Denn unser Kurzzeitgedächtnis ist darauf programmiert, Unwichtiges nach etwa einer Minute auszusondern.
Will man sich etwas Wichtiges merken, muss es daher im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Doch das bedarf entweder mehrerer Wiederholungen oder einer starken Emotion. Wenn Sie den Namen einer Ihnen bekannten Person vergessen haben, müssen Sie Farbe bekennen. Geben Sie Ihren kleinen Fauxpas ruhig zu - und machen ihn sofort wieder gut.
Dürfen wir noch mal nach dem Namen fragen? Natürlich, und zwar möglichst sofort, wenn wir ihn beim Bekannt machen nicht verstanden haben. „Sagen Sie mir bitte noch mal Ihren Namen?" Nach einem längeren Gespräch kommt diese Frage etwas ungelegen. Wenn Sie erst zum Schluss fragen, wird Ihr Gesprächspartner ziemlich irritiert sein.
Eine andere Situation: Der Name Ihres Gegenübers will Ihnen partout nicht einfallen, obwohl Sie die Person schon einige Male gesehen und auch gesprochen haben. Verzweifelt durchwühlen Sie ihren Gedächtnisspeicher und reden zerstreut weiter. Bei Ergebnislosigkeit ergreifen Sie einfach beherzt die Initiative: Bitten Sie um Entschuldigung und fragen Sie nach. Vermitteln Sie glaubhaft, dass Ihnen nur der Name entfallen, die Person aber im Gedächtnis geblieben ist. Sagen Sie beispielsweise: „Ich erinnere mich noch sehr gut an unsere kleine Diskussion über die Rechtschreibreform. Leider muss ich gestehen, dass ich Ihren Namen gerade nicht parat habe."
Gewöhnen Sie sich Ihrerseits an, bei Begegnungen Ihren Namen nochmals zu nennen, vor allem wenn Sie die Panik im Gesicht der anderen sehen, weil diese Ihren Namen vergessen haben. So machen Sie sich Freunde fürs Leben. Manchmal hilft auch die Visitenkarte weiter.
Wenn Sie einen neuen Namen hören, verbinden Sie ihn am besten innerlich mit einem Bild oder ähnlichen Wort. Dann können Sie ihn länger behalten. Leider genügt es nicht, den Namen irgendwo in einem elektronischen Adressbuch zu haben. Ihn aber später einzutippen, ist ebenfalls eine gute Merkhilfe.




