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Benotung

In Leistungsbeurteilungen, Arbeitszeugnissen und Zertifikaten wird eine Benotung häufig nicht direkt, sondern indirekt mit Formulierungen, Auslassungen, Adjektiven oder Herausstellungen vorgenommen.

Folgende Formulierungen sind üblich:

stets zu unserer vollsten Zufriedenheit= sehr gut
stets zu unserer vollen Zufriedenheit= gut
stets zu unserer Zufriedenheit= befriedigend
zu unserer Zufriedenheit= ausreichend
im großen und ganzen zu unserer Zufriedenheit= mangelhaft
hat sich bemüht,
die ihm übertragenen Aufgaben
zur Zufriedenheit zu erledigen
= ungenügend

Neben diesen eindeutigen Aussagen gibt es aber auch verschlüsselte Formulierungen, die man im Zusammenhang sehen muss. Die „ordnungsgemäße" Tätigkeit einer Bürokraft ist sehr positiv, wirkt aber in anderen Berufszweigen eher bürokratisch und ohne Eigeninitiative.

Wenn sich jemand im Zeugnis „bemüht zeigte, oder „hatte Gelegenheit, bestimmte Aufgaben zu erfüllen" spricht dies für Erfolglosigkeit. Werden bestimmte Leistungen verschwiegen, das heißt nicht erwähnt, die unbedingt in ein Zeugnis gehören, wie „loyal" „belastbar" „zuverlässig", oder „entscheidungsfreudig", so ist dies als Abwertung zu verstehen.


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