Der gute Ton
Die ersten Sekunden entscheiden darüber, ob sich zwei Menschen sympathisch sind oder nicht. In diese Zeit fällt auch die Begrüßung. Unter Geschäftspartnern reicht man sich die Hand – allerdings ohne sie zu schütteln. Der Händedruck sollte weder bärenstark noch lasch sein. Korrekte Begrüßungsformeln sind „Guten Morgen, Tag, Abend“ anstelle von „Hey“, „Na, wie isses?“ oder „Tach auch!“. Wer seinem Gegenüber dabei in die Augen schaut, drückt Interesse und Respekt aus.
Beim Händedruck sollte man Kollegen nie zu nahe kommen! Wer näher als 50 Zentimeter an einen Menschen heranrückt oder ihn berührt, erntet in der Regel nur Ablehnung. Denn er ist damit in die Intimsphäre des anderen eingedrungen. Distanz gilt zunächst auch bei der Anrede: Auch wenn in den meisten Unternehmen das Du als Anrede normal geworden ist – benutzen Sie es nie unaufgefordert! Das gilt sowohl für den Umgang mit Kollegen, ganz besonders aber gegenüber dem Chef. Er ist der Ranghöhere und muss auf den Mitarbeiter zukommen.
Benimmregeln gibt es auch für die neue Kommunikationsmittel: Egal, ob sich Kollegen real gegenüberstehen oder miteinander telefonieren oder mailen – eine Regel gilt im Berufsleben für alle Situationen: Bleiben Sie immer höflich! Denn: Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg auch keinem andern zu. Wer E-Mails schreibt, sollte sich kurz fassen und die Betreffzeile sinnvoll ausfüllen. Wichtig ist auch hier auf die Rechtschreibung zu achten! Außerdem: Attachements dürfen nicht zu groß oder virenverseucht sein. Handys sind in Konferenzen tabu. Wer in einem Meeting telefoniert, zeigt den Kollegen gegenüber mangelnden Respekt. Ansonsten gilt wie auch im Festnetz: Wer abnimmt, bevor das Telefon zwei Mal geklingelt hat, überfordert den Anrufer.




